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"Marokko ist ein Paradies auf Erden mit angenehmem Klima, unberührten Stränden, herrlichen Landschaften und uralten Monumenten."

 

Handeln

In Lebensmittelgeschäften oder Tankstellen gelten Festpreise, aber in Souvenirläden oder bei Dienstleistungen müssen Preise unbedingt verhandelt werden. Es ist sehr schwer, eine Anleitung fürs Handeln zu geben, denn die Marokkaner sind große Menschenkenner und geben bei jedem einen anderen Einstiegspreis an. Zwar ist eine Faustregel, dass man etwa 30 % des verlangten Preises bezahlen sollte, aber immer stimmt das nicht. Meine Faustregel ist eher, wenn der Inhaber nachher weint, dass seine Kinder nun verhungern müssen und ich eine richtige Berberin sei, dann kann man davon ausgehen, dass er immer noch gut verdient hat, aber immerhin dem Kunden wegen seinem Verhandlungsgeschick Achtung zollt. Keiner würde etwas unter seinem Selbstkostenpreis abgeben.

Daher sollte man keinesfalls bei der Ankunft in Marokko sofort mit dem Souvenir-Einkauf beginnen, sondern sich erstmal langsam mit den Preisen vertraut machen. Und machen Sie sich nichts daraus: ALLE zahlen Lehrgeld! Auch ich habe schon viel zu viel bezahlt, das gehört einfach dazu. Aber trotzdem sollte man immer mal den geforderten Preis in Euro ausrechnen und überlegen, ob er noch realistisch ist. Als man in Agadir mal für ein schlecht genähtes Kleid aus billigem Stoff ganz im Ernst 100 Euro von mir haben wollte, habe ich mich entrüstet umgedreht und der Inhaber ist mir noch ein ganzes Stück nachgelaufen. Aber wenn jemand so hoch schon anfängt hat es kaum Sinn zu handeln. Ein anderer Tourist berichtete, dass mit einem Taxifahrer 200 Dirham ausgehandelt waren für eine Stadtrundfahrt (sehr gut: immer vorher einen Preis aushandeln). Aber nachher behauptete der Taxifahrer steif und fest, man habe 200 Euro ausgemacht. So ein Preis ist einfach nicht realistisch und am besten ist es in solchen Fällen, mit der Polizei zu drohen.